Elif Eralps Angst, Antisemitismus und die Berliner Linke. Mit Wolfgang Büscher
Shownotes
Im Spiegel-Interview von Elif Eralp geht es um Angst vor Bedrohungen – und um die Frage, wie die Berliner Linke mit Antisemitismus in den eigenen Reihen umgeht. Ich spreche mit Wolfgang Büscher von der Arche über seine Erfahrungen mit Vorurteilen unter Jugendlichen, Integration und politische Verantwortung. Außerdem fragen wir, was eine mögliche rot-rot-grüne Regierung für Berlin bedeuten könnte und warum Büscher vor einer weiteren Spaltung der Gesellschaft warnt.
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Wolfgang Büscher: Was mich besonders ärgert ist, ich habe zwei jüdische Freunde,
Wolfgang Büscher: die sich bei mir in den letzten Tagen gemeldet haben, die Ende des Jahres Berlin
Wolfgang Büscher: verlassen wollen, Deutschland verlassen wollen und zurück nach Tel Aviv gehen.
Wolfgang Büscher: Man muss sich einmal vorstellen, dass Juden heute flüchten vor Sozialdemokraten,
Wolfgang Büscher: vor Grünen und vor allen Dingen auch vor der Linkspartei.
Wolfgang Büscher: Mir hat eine linke Abgeordnete, eine Dame, die ich wirklich schätze,
Wolfgang Büscher: vor einigen Wochen noch gesagt, auf dem Grundstück der Arche war das,
Wolfgang Büscher: Herr Büscher, wir werden zurzeit vom Islam unterwandert, von islamischen Männern
Wolfgang Büscher: unterwandert, da kommen natürlich keine Frauen.
Wolfgang Büscher: Und ich kann mir gut vorstellen, dass wir als Linkspartei in einigen Jahren
Wolfgang Büscher: die Einführung der Scharia fordern.
Nicolai Franz: Der Spiegel berichtet in seiner aktuellen Ausgabe über einen bemerkenswerten Vorgang.
Nicolai Franz: Elif Eralb, die für die Linke regierende Bürgermeisterin werden will von Berlin,
Nicolai Franz: hat dem Spiegel nämlich ein Interview gegeben.
Nicolai Franz: Und in diesem Interview ist es so gewesen, dass eine Autorisierung vereinbart wurde.
Nicolai Franz: Die Autorisierung ist dann auch zurückgeschickt worden an den Spiegel von ihrem Büro.
Nicolai Franz: Allerdings waren da drin noch Kommentare zu lesen, die offensichtlich nicht
Nicolai Franz: beabsichtigt waren, dass sie noch da drin zu lesen waren.
Nicolai Franz: Daraus ging hervor, Elif Ehralp wollte eine Frage streichen lassen.
Nicolai Franz: Eine Frage zu den Hamas-Sympathisanten Ibrahim Ibrahim und ihre eigene Antwort darauf.
Nicolai Franz: Ibrahim, das ist ein Mann, der auf einer Wahlparty der Neuköllner Linken zu Gast gewesen war.
Nicolai Franz: Die Begründung von Frau Ehralb für die Streichung war, sie und ihr Mann hätten
Nicolai Franz: Angst vor diesen Leuten.
Nicolai Franz: Sie könne sich und ihre Familie nicht in Gefahr bringen.
Nicolai Franz: Gleichzeitig arbeiten Teile ihrer eigenen Partei, nämlich der Linkspartei,
Nicolai Franz: mit Ibrahim zusammen und erklären ihm öffentlich ihre Solidarität. Wie geht das zusammen?
Nicolai Franz: Und was bedeutet das für eine mögliche Regierung in Berlin mit SPD und Grünen
Nicolai Franz: und eben ihrer Partei der Linken?
Nicolai Franz: Darüber spreche ich heute mit Wolfgang Büscher.
Nicolai Franz: Er ist Journalist, Buchautor und schon seit fast 25 Jahren Sprecher der Arche.
Nicolai Franz: Er hat gerade selbst einen Text veröffentlicht, in dem er den Umgang der Berliner
Nicolai Franz: Linken mit dem Antisemitismus scharf kritisiert.
Nicolai Franz: Der Chef der Arche, Bernd Sigelko, hat für den Berliner Senat auch für die CDU kandidiert,
Nicolai Franz: und Wolfgang Büscher beschreibt in seinem Text darin, wie ihm Judenhass auch
Nicolai Franz: bei einem Teil der Kinder und Jugendlichen begegnet, mit denen die Arche arbeitet. Antisemitismus.
Nicolai Franz: Über diese Erfahrung und über manches mehr wollen wir heute sprechen und eben
Nicolai Franz: darüber, über was er von Elif Eralp hält und von den Parteien erwartet,
Nicolai Franz: die Berlin künftig regieren wollen.
Nicolai Franz: Lieber Herr Büscher, erstmal herzlich willkommen bei Glaube macht Politik. Schön, dass Sie da sind.
Wolfgang Büscher: Ja, danke schön und gerne.
Nicolai Franz: Sie haben ja heute auch sicher den Spiegelartikel gelesen. Was haben Sie gedacht,
Nicolai Franz: als Sie das gelesen haben, was da geschrieben wurde? Denn die Kollegen vom Spiegel
Nicolai Franz: waren ja auch sehr kritisch.
Wolfgang Büscher: Ja, für mich ist das sehr interessant, denn Frau Erop und ihre Kumpane,
Wolfgang Büscher: sage ich mal, aus der Linkspartei haben vor einigen Wochen noch gefordert,
Wolfgang Büscher: dass die Polizei in Berlin komplett abgeschafft werden soll.
Wolfgang Büscher: Sie soll auch von jüdischen Einrichtungen abgezogen werden Und sie soll stattdessen
Wolfgang Büscher: durch Sozialarbeiter ergänzt werden oder ersetzt werden.
Wolfgang Büscher: Und ich habe einen solchen Blödsinn sehr selten gehört.
Wolfgang Büscher: Frau Herab merkt natürlich langsam, dass sie den Teufel gerufen hat.
Wolfgang Büscher: Sie paktieren sehr eng, das muss man sagen.
Wolfgang Büscher: Mit der organisierten arabischen Bewegung hier, wenn ich das mal so nennen darf,
Wolfgang Büscher: in Neukölln, das, was wir als Arche den politischen Islam nennen.
Wolfgang Büscher: Und natürlich muss Frau Ehrer heute davor Angst haben, weil die Leute wollen
Wolfgang Büscher: schon bestimmen letztendlich, was dann in Berlin auch durch die Linkspartei initiiert wird.
Wolfgang Büscher: Was mich besonders ärgert ist, ich habe zwei jüdische Freunde,
Wolfgang Büscher: die sich bei mir in den letzten Tagen gemeldet haben, die Ende des Jahres Berlin
Wolfgang Büscher: verlassen wollen, Deutschland verlassen wollen und zurück nach Tel Aviv gehen.
Wolfgang Büscher: Man muss sich einmal vorstellen, dass Juden heute flüchten vor Sozialdemokraten,
Wolfgang Büscher: vor Grünen und vor allen Dingen auch vor der Linkspartei.
Wolfgang Büscher: Mir hat eine linke Abgeordnete, eine Dame gesagt.
Wolfgang Büscher: Die ich wirklich schätze. Vor einigen Wochen noch gesagt, auf dem Grundstück der Arche war das,
Wolfgang Büscher: Herr Büscher, wir werden zurzeit vom Islam unterwandert, von islamischen Männern
Wolfgang Büscher: unterwandert, da kommen natürlich keine Frauen und ich kann mir gut vorstellen, dass wir,
Wolfgang Büscher: als Linkspartei in einigen Jahren die Einführung der Scharia fordern.
Wolfgang Büscher: Das heißt, ich selber habe ja viele junge Leute in den Archen kennengelernt.
Wolfgang Büscher: Frau Merkel hat ja diesen unleidlichen Satz gesagt, wir schaffen das.
Wolfgang Büscher: Und das war für mich eines der folgenschwersten Versprechen überhaupt.
Wolfgang Büscher: Dafür gibt es null Infrastruktur. In Berlin fehlen 70.000 Wohnungen.
Wolfgang Büscher: In Deutschland fehlen 1,35 Millionen Wohnungen.
Wolfgang Büscher: Wir färschen die Leute zusammen an den Stadträndern. Da leben Geflüchtete,
Wolfgang Büscher: Menschen, die sozusagen den Sprung von der Burka bis zum Bikini in 48 Stunden geschafft haben.
Wolfgang Büscher: Und die kommen natürlich mit einer komplett anderen Denke nach Deutschland.
Wolfgang Büscher: Und das sollen dann wir machen.
Wolfgang Büscher: Auch als Arche schaffen, dass wir diesen Kindern und Jugendlichen helfen.
Wolfgang Büscher: Natürlich bekommen wir dafür vom System, vom Bund, vom Land,
Wolfgang Büscher: von den Städten kein Geld.
Wolfgang Büscher: Das heißt, wir müssen dafür auch noch uns selber das Geld, also Spenden, organisieren.
Wolfgang Büscher: Also wir leben im Moment in einer sehr unruhigen Zeit und ich kann mir schon
Wolfgang Büscher: vorstellen, dass Frau Ehralp Angst vor dem Islam hat.
Wolfgang Büscher: Wer sich einmal mit denen einlässt, auch mit den sogenannten Clan-Familien,
Wolfgang Büscher: der wird sie nie wieder los.
Wolfgang Büscher: Ich erlebe es ja selber, wenn ich Interviews gebe, dass da schon mal sowas kommt
Wolfgang Büscher: wie, wir wollen und werden dich schächten oder wann stirbst du endlich?
Wolfgang Büscher: Also Frau Ehralp muss schon Angst haben und ich hatte es gerade schon gesagt,
Wolfgang Büscher: wer den Teufel ruft, muss irgendwann auch damit rechnen, dass er kommt und so
Wolfgang Büscher: schnell wie sie diese Leute auch nicht wieder los.
Nicolai Franz: Die Linkspartei hat ja in den letzten Jahren einen enormen Mitgliederzuwachs erfahren.
Nicolai Franz: Wir haben darüber auch mit Bodo Ramelow gesprochen, der das auch so ein bisschen
Nicolai Franz: eingeordnet hat. Der gehört ja zu der alten Garde der Linkspartei,
Nicolai Franz: der auch ganz sicher kein Antisemit ist, im Gegenteil.
Nicolai Franz: Und es gibt viele neue Mitglieder der Linken, die in den letzten Jahren dazugekommen sind.
Nicolai Franz: Die Mitgliederzahl hat sich mehr als verdoppelt und es kommen immer neue Leute dazu.
Nicolai Franz: Das heißt, die heutige Linkspartei ist eine fast neue Partei,
Nicolai Franz: weil viele auch sagen, die neuen Mitglieder, die sind auch viel aktiver als
Nicolai Franz: die alten normalerweise, weil sie ja gerade eingetreten sind und was verändern wollen.
Nicolai Franz: Das heißt, die Linkspartei, wie sie gerade auftritt, die muss eben auch damit
Nicolai Franz: umgehen, dass sie sich verändert und gerade diese Menschen dann auch gerufen hat.
Nicolai Franz: Sie selber sind ja seit 25 Jahren auch aktiv bei der Arche und mit der Arche.
Nicolai Franz: Sie haben ja auch mitgegründet, waren in den Anfängen mit dabei.
Nicolai Franz: Und sie schreiben, dass ein Teil der Kinder und Jugendlichen,
Nicolai Franz: die sie haben in ihren Gruppen, dass sie Vorurteile mitbringen und auch Hass
Nicolai Franz: auf Israel und auf jüdische Menschen.
Nicolai Franz: Können Sie uns das mal ganz konkret erklären? Wie geht es darum?
Nicolai Franz: Wir diskutieren ja oft über Israelkritik, Kritik an der israelischen Regierung.
Nicolai Franz: Sie schreiben aber bewusst auch von Juden.
Nicolai Franz: Wie muss man sich das vorstellen?
Wolfgang Büscher: Zuerst einmal möchte ich sagen, dass auch in der Linkspartei natürlich zahlreiche
Wolfgang Büscher: Politiker keine Antisemiten sind. Dazu gehören Petra Pau, Bodo Ramelow,
Wolfgang Büscher: Gregor Gysi, Dietmar Bartsch.
Wolfgang Büscher: Aber wir erleben eben Antisemitismus uns durch den Zuzug vieler Menschen aus
Wolfgang Büscher: den ehemaligen oder aus den arabischen Ländern, aus den besetzten palästinensischen Gebieten.
Wolfgang Büscher: Die kommen natürlich als Antisemiten nach Deutschland und das sind ja schon
Wolfgang Büscher: Hunderttausende. Wir reden allein von 850.000 geflüchteten Familien aus den arabischen Ländern.
Wolfgang Büscher: Und diese Leute sind so etwas wie ein Turbo-Beschleuniger auch für andere junge Menschen.
Wolfgang Büscher: Ich erlebe es selber, dass zahlreiche junge Menschen voller Vorurteile gegenüber
Wolfgang Büscher: Juden sind, was ich sowieso nicht verstehe, weil Juden, sage ich immer, sind wie du und ich.
Wolfgang Büscher: Wenn ich aber viele arabische Menschen sehe, dann ist das eine komplett andere Kultur.
Wolfgang Büscher: Und ich habe eines gelernt und ich habe, das ist kein Vorurteil,
Wolfgang Büscher: der politische Islam passt nicht zu Deutschland.
Wolfgang Büscher: Er ist nicht kompatibel mit unserem Land, er ist nicht kompatibel mit der Demokratie.
Wolfgang Büscher: Wir erleben das an vielen, vielen Beispielen.
Wolfgang Büscher: Ich habe gerade noch für eine Gemeindezeitung, eine jüdische Gemeindezeitung
Wolfgang Büscher: in München geschrieben und habe einige Beispiele genannt.
Wolfgang Büscher: Ich selber bin von einem Kind in der Arche. Ich hatte einen deutsch-israelischen
Wolfgang Büscher: Sticker an meinem Revers, weil ich noch für eine Organisation gearbeitet habe,
Wolfgang Büscher: die sich um Holocaust-Überlebende kümmert.
Wolfgang Büscher: Und der kleine Junge sagte zu mir, ich hasse dich.
Wolfgang Büscher: Und dann habe ich ihm gesagt, der Archiviert nicht gehasst. Warum?
Wolfgang Büscher: Ja, sagt er, die Juden haben uns unser Land weggenommen. Zwei weitere Jugendliche,
Wolfgang Büscher: mit denen ich gesprochen habe, für ein Buchprojekt, was Bernd Siedelko und ich,
Wolfgang Büscher: machen, haben mir Deutschland an die Karte,
Wolfgang Büscher: Deutschland an ein Zeitbord gezeichnet und haben dann Deutschland durchgestrichen
Wolfgang Büscher: und haben Palästina drüber geschrieben und haben gesagt, das haben die Juden mit uns gemacht.
Wolfgang Büscher: Wir erleben zahlreiche Zwangsheiraten.
Wolfgang Büscher: Da redet in Deutschland keiner drüber.
Wolfgang Büscher: Das heißt, wir haben eine Arche in Rostock erlebt.
Wolfgang Büscher: Dort haben wir ein junges Mädchen, die sollte zwangsverheiratet werden,
Wolfgang Büscher: in einem Frauenhaus untergebracht. Wir wurden bedroht von dem Vater,
Wolfgang Büscher: von den Brüdern. Wir haben an den Archen Schmierereien gefunden aus dem Koran.
Wolfgang Büscher: Die Leiterin wurde mit dem Tode bedroht.
Wolfgang Büscher: Ich kann viele solcher Beispiele aufzählen.
Wolfgang Büscher: Und ich erlebe ja auch, und das muss man mal ganz deutlich sagen.
Wolfgang Büscher: In fast allen Ländern und auch von unseren Jugendlichen und deswegen verstehe
Wolfgang Büscher: ich nicht, wie in Berlin eine queere Community hingehen kann und für einen Free
Wolfgang Büscher: Palästina schreien kann.
Wolfgang Büscher: Dort würden sie keine drei Minuten überleben, wenn sie durch das Westjordanland
Wolfgang Büscher: laufen oder durch den Gazastreifen laufen.
Wolfgang Büscher: Es werden im Gazastreifen in fast allen Arabischen Ländern Schwule getötet,
Wolfgang Büscher: Lesben getötet, Frauen, die angeblich fremdgegangen sind, werden aus Hochhäusern,
Wolfgang Büscher: geworfen. Ich war selber als junger,
Wolfgang Büscher: journalist unten dort kann man schreckliches erleben all da verstehe ich die
Wolfgang Büscher: links partei nicht da verstehe ich die queere community nicht
Wolfgang Büscher: das böse an der ganzen geschichte ist dass mir jeder linke politiker jede linke
Wolfgang Büscher: politikerin immer wieder sagt naja herr büscher,
Wolfgang Büscher: wir sind ja keine antisemiten wir leben nur das land die politik die politiker
Wolfgang Büscher: israel das ist natürlich.
Wolfgang Büscher: Sehr versteckt und das ist immer wieder sehr genommen, auch gerade von Linken.
Wolfgang Büscher: Und die Linken wirken als fortschrittliche Partei.
Wolfgang Büscher: Viele junge Leute sehen das so. Selbst in den Archen erleben wir,
Wolfgang Büscher: wenn neue Pädagoginnen, neue Pädagogen kommen, die kommen oft aus linken Hochschulen
Wolfgang Büscher: und haben dann schon Vorurteile.
Wolfgang Büscher: Mir schrieb neulich eine Arche Mitarbeiter,
Wolfgang Büscher: naja, ihr seid ja alle rechtspopulistisch, ich bin linksradikal.
Wolfgang Büscher: Natürlich müssen wir dahinter fragen, was bedeutet eigentlich, wenn man radikal ist.
Wolfgang Büscher: Aber die Linke macht einen fortschrittlichen Eindruck, die Menschen machen einen
Wolfgang Büscher: modernen Eindruck. In meinen Augen ist die Linkspartei eine reaktionäre Partei voller Vorurteile.
Wolfgang Büscher: Sie will Chaos erzeugen.
Wolfgang Büscher: Und hier habe ich ein ganz konkretes Beispiel.
Wolfgang Büscher: Wenn Menschen in Deutschland per Mausklick in Berlin Deutsche werden können,
Wolfgang Büscher: ohne die deutsche Sprache zu lernen, dann erleben wir Parallelgesellschaften.
Wolfgang Büscher: Ich habe gelernt, Migration funktioniert nur durch Integration,
Wolfgang Büscher: durch die Sprache, indem wir mit den geflüchteten Menschen zusammen sind und Deutsch reden.
Wolfgang Büscher: Und in den Archen wird nur Deutsch gesprochen. Und wenn das funktioniert.
Wolfgang Büscher: Dann klappt auch Migration. Aber vorher müssen wir lange mit diesen Menschen
Wolfgang Büscher: zusammen sein, mit ihnen sprechen.
Wolfgang Büscher: Sie müssen zu einem großen Teil auch uns entgegenkommen.
Wolfgang Büscher: Sie müssen einen Teil ihrer Werte ablehnen. Sie müssen demokratische Werte annehmen.
Wolfgang Büscher: Wir sind ein christliches Land.
Wolfgang Büscher: Darauf legen wir als Arche auch Wert.
Wolfgang Büscher: Und wenn die unsere eigenen Ideale, wenn die unseren Glauben,
Wolfgang Büscher: wenn die unsere demokratischen Grundwerte kaputt gehen lassen aus falscher Rücksichtnahme
Wolfgang Büscher: gegenüber geflüchteten Menschen, finde ich das,
Wolfgang Büscher: ein Verrat an einer guten Sache.
Nicolai Franz: Jetzt haben Sie ja viel mit beiden Seiten zu tun, beziehungsweise also mit den
Nicolai Franz: Kindern an sich, mit den Eltern, aber dann eben auch mit den Verantwortlichen
Nicolai Franz: im Berliner Senat, aber auch in anderen Städten in Deutschland.
Nicolai Franz: Mit denen sie dann zu tun haben. Wenn Sie da jetzt auf die verantwortlichen
Nicolai Franz: Parteien schauen, die CDU hat in den letzten Jahren als federführend Berlin
Nicolai Franz: regiert, war das denn dann wirklich besser?
Nicolai Franz: Denn wenn ich was sonst gehört habe aus der Richtung, dann wurde es eigentlich eher immer schlechter.
Nicolai Franz: Man könnte ja auch sagen, okay, die Berliner Parteien haben sie eben einfach
Nicolai Franz: alle nicht hinbekommen und jetzt muss irgendwie eine neue Lösung her. Zum Beispiel eben,
Nicolai Franz: Ich gebe das jetzt mal nur wieder, wie die Linkspartei dann eben vorschlägt,
Nicolai Franz: weniger Polizei, mehr Sozialarbeiter und so. Und das Problem sei dann vor allen
Nicolai Franz: Dingen ein soziales, nämlich, dass man zu hohe Mieten hat. Was würden Sie dazu sagen?
Wolfgang Büscher: Ja, zuerst einmal muss man sagen, und da mag Frau Ehrab auch recht haben,
Wolfgang Büscher: die Berliner CDU, ich warte nicht dran, ich durfte wirklich beobachten,
Wolfgang Büscher: hat unzählige Fehler gemacht.
Wolfgang Büscher: Sie hat keine großen Persönlichkeiten in ihrer Partei.
Wolfgang Büscher: Wenn ich da an Richard von Weizsäcker zurückdenke, an Konrad Adenauer,
Wolfgang Büscher: an Helmut Kohl, da gab es viele große Persönlichkeiten. Und die CDU hat hier
Wolfgang Büscher: viele Fehler gemacht, nicht nur in der Kommunikation.
Wolfgang Büscher: Ich denke da allein an dieses Tennis-Debakel vom regierenden Bürgermeister,
Wolfgang Büscher: der während einer Krise Tennis gespielt haben soll.
Wolfgang Büscher: Ja, die CDU ist eine Partei mit sehr vielen Schwächen. Dadurch wurde die Linke
Wolfgang Büscher: immer stärker. Die CDU hat fast 10 Prozent der Stimmen hier in Berlin verloren.
Wolfgang Büscher: Das finde ich schon katastrophal und wir alle müssen jetzt mit den Konsequenzen leben.
Wolfgang Büscher: Ich gebe zu, dass ich Angst vor einer Regierung, Rot-Grün-Rot, habe.
Wolfgang Büscher: Auch der jetzige SPD-Vorsitzende, der ja zuletzt bei Markus Lanz aufgetreten
Wolfgang Büscher: ist und einen katastrophal schwachen Eindruck hinterlassen hat, da geht es nur um Macht.
Wolfgang Büscher: Auch die Grünen wollen ihr Tempo 30 auf allen Berliner Straßen durchsetzen.
Wolfgang Büscher: Und dann verliert man auch schon mal.
Wolfgang Büscher: Den Antisemitismus aus den Augen. Und dann kommen ja auch noch andere Dinge hinzu.
Wolfgang Büscher: In einigen Grundsatzpapieren der Linkspartei, aber auch der Grünen,
Wolfgang Büscher: setzt man ja Christen, also gläubige Christen, bibeltreue Christen,
Wolfgang Büscher: gleich mit Dschihadisten.
Wolfgang Büscher: Sie sollen auch beobachtet werden.
Wolfgang Büscher: Wenn man solchen Unsinn hört, ich kann mich an keine Gewalttat zuletzt eines
Wolfgang Büscher: gläubigen Christen erinnern.
Wolfgang Büscher: Also wenn man einen solchen Unfug hört, dann weiß man, wer uns in Zukunft regieren wird.
Wolfgang Büscher: Und wenn die SPD, wenn die Linkspartei solche Fehler macht, die jetzt durchrutschen.
Wolfgang Büscher: Bei dem Spiegelinterview, dass man hier wirklich feststellt,
Wolfgang Büscher: dass eine Spitzenpolitikerin der Linkspartei Angst hat, aber,
Wolfgang Büscher: und das habe ich ja gerade schon gesagt, und dann,
Wolfgang Büscher: Monate vorher noch fordert die komplette Abschaffung der Polizei,
Wolfgang Büscher: Dann habe ich ihr vorgeschlagen, dann verzichten Sie doch zuerst einmal auf
Wolfgang Büscher: persönliche Bewaffung und ziehen Sie die Polizei vom Roten Rathaus ab.
Wolfgang Büscher: Viele der Polizisten sind durch solche Aussagen erschüttert,
Wolfgang Büscher: vollkommen fertig. Viele Polizisten haben auch schon Versetzungsanträge gestellt.
Wolfgang Büscher: Sie wollen nach Brandenburg oder nach Baden-Württemberg.
Wolfgang Büscher: Und ich habe gerade in einem aktuellen Interview mit der Emma von dem Team von
Wolfgang Büscher: Alice Schwarzer gehört.
Wolfgang Büscher: Dass viele Polizisten sich bedankt haben für das Interview, wo ich ähnlich deutlich
Wolfgang Büscher: gesprochen habe, jetzt in unserem Podcast.
Wolfgang Büscher: Ich habe eines gelernt und das werde ich in Zukunft auch so weitermachen.
Wolfgang Büscher: Wir müssen über die Probleme, die es gibt, reden. Wir müssen uns an einem Tisch setzen.
Wolfgang Büscher: Wir müssen die Probleme erkennen, darüber sprechen, denn nur dann können wir sie ändern.
Wolfgang Büscher: Und dass wir jetzt hingehen und sagen, naja, die gehen ja irgendwann wieder
Wolfgang Büscher: zurück, die ganzen geflüchteten jungen Menschen.
Wolfgang Büscher: Ich kann Ihnen eines sagen, ich habe noch nicht einen einzigen dieser jungen
Wolfgang Büscher: Menschen in den Archen getroffen, der Deutschland wieder verlassen will.
Wolfgang Büscher: Sie sind hier, Sie bleiben hier, also müssen wir uns arrangieren,
Wolfgang Büscher: wir müssen uns mit Ihnen an einen Tisch setzen und wenn Sie Straftaten begehen,
Wolfgang Büscher: dann müssen wir auch sehr konsequent sein und unmittelbar abschieben.
Wolfgang Büscher: Denn anders funktioniert es ja auch nicht. Wenn Sie sich einmal vorstellen,
Wolfgang Büscher: Sie haben eine 16-jährige Tochter, die bringt einen Freund mit nach Hause und
Wolfgang Büscher: der Freund schlägt ihre Tochter.
Wolfgang Büscher: Darf der am nächsten Tag wiederkommen? Mit Sicherheit nicht.
Wolfgang Büscher: Also müssen wir Probleme ansprechen. Wir müssen konsequent sein.
Wolfgang Büscher: Wir müssen den Menschen, die willig sind, helfen.
Wolfgang Büscher: Und ich kenne einige. Wir haben einen afghanischen Jugendlichen in den Archen
Wolfgang Büscher: gehabt, zehn Jahre. Der ist 2015 geflüchtet.
Wolfgang Büscher: Er arbeitet jetzt für die Bundespolizei. Er ist Polizeibeamter geworden.
Wolfgang Büscher: Ich habe ein junges 17-jähriges Mädchen aus dem Irak, die war dabei,
Wolfgang Büscher: wie ihre Familie teilweise geköpft wurde und sie will heute Ärztin werden,
Wolfgang Büscher: ihre Freundin Journalistin werden.
Wolfgang Büscher: Es gibt viele tolle Beispiele, darum muss man sich kümmern. Das tun wir auch
Wolfgang Büscher: als christliche Einrichtung.
Wolfgang Büscher: Wir kümmern uns um jedes Kind, aber wir sprechen diese Dinge eben deutlich an
Wolfgang Büscher: und ich hatte es gerade schon gesagt, dieses wir schaffen das war ein großer
Wolfgang Büscher: Fehler, weil wir die nötige Infrastruktur dafür nicht haben und auch nicht hatten.
Nicolai Franz: Was würden Sie sagen, ist das größte Problem oder auch die Ursache für diese
Nicolai Franz: Themen Antisemitismus, das war ja unser Einstieg, weil das heute auch die,
Nicolai Franz: Republik natürlich bewegt, aufgrund dieser Spiegeltitelgeschichte,
Nicolai Franz: Antisemitismus, wo liegt da die Ursache aus Ihrer Sicht?
Nicolai Franz: Ist es die Religion, also der Islam, Sie haben eben politischer Islam nochmal
Nicolai Franz: gesagt, oder ist es die Kultur, die eben auch so geprägt ist,
Nicolai Franz: die patriarchal geprägt ist und eben nicht demokratisch,
Nicolai Franz: nicht gleichberechtigt, nicht mit den Werten des Grundgesetzes kompatibel und
Nicolai Franz: ja, und wie machen Sie da auch so die Unterscheidung, wenn es sind ja auch nicht alle gleich?
Wolfgang Büscher: Das ist richtig. Wir haben ja schon lange türkische Kinder bei uns in den Einrichtungen.
Wolfgang Büscher: Da hat es in der Regel keine Probleme gegeben. Sie sind mit ihren Familien am
Wolfgang Büscher: Freitag in die Moschee gegangen. Wir haben sehr wenig darüber gehört.
Wolfgang Büscher: Wir sind auch mal eingeladen worden.
Wolfgang Büscher: Aber im Grunde genommen ist alles friedlich gelaufen.
Wolfgang Büscher: Auch da gab es schon den ein oder anderen radikalen Prediger,
Wolfgang Büscher: ein Pia Vogel ist ja auch schon länger unterwegs.
Wolfgang Büscher: Aber mit den arabisch geflüchteten Menschen, diese stammen, das musste ich lernen,
Wolfgang Büscher: das ist nicht mehr der Islam, das ist in meinen Augen ein politischer Islam.
Wolfgang Büscher: Islamwissenschaftler sagen, es gibt nur den Islam, es gibt keinen politischen Islam.
Wolfgang Büscher: Aber auch Menschen wie Mansur oder Ostermann sprechen vom politischen Islam.
Wolfgang Büscher: Und so erlebe ich ihn auch. Ich musste lernen, der Koran ist kein Buch der Liebe.
Wolfgang Büscher: Es kommt nicht ein einziges Wort, das Wort Liebe, davor. Und ich habe auch erlebt,
Wolfgang Büscher: auch Allah ist kein Gott der Liebe.
Wolfgang Büscher: So habe ich es kennengelernt. Und viele unserer Jugendlichen gehen samstags
Wolfgang Büscher: auf Koranschulen und zumeist sind die auch noch durch unser Land gesponsort.
Wolfgang Büscher: Das sind NGOs, die finanziert werden von Ländern, Bund oder Kommunen. Das finde ich schlimm.
Wolfgang Büscher: Und die Jugendlichen sagen mir dann, dort lerne ich, was die Propheten uns vorgeben.
Wolfgang Büscher: Das heißt, ihnen ist das Grundgesetz egal.
Wolfgang Büscher: Das heißt, der Koran ist ihr Gesetz. Und es sind ja 45 Prozent laut einer wissenschaftlichen
Wolfgang Büscher: Studie der jungen gläubigen Moslems,
Wolfgang Büscher: die die Einführung der Scharia wollen, die den politischen Islam fordern.
Wolfgang Büscher: Das muss man sich mal vorstellen, das ist fast jeder Zweite.
Wolfgang Büscher: Und die ersten Imane haben sich ja auch schon geäußert und haben gesagt,
Wolfgang Büscher: in zehn Jahren gehört Deutschland uns. Und wir müssen darüber nachdenken.
Wolfgang Büscher: Hier herrscht eine brutale Denke. Wenn Sie mit jungen Männern sprechen,
Wolfgang Büscher: sagen die Ihnen deutlich, wenn wir an der Macht sind, dann gibt es eben auch keine Kirchen mehr.
Wolfgang Büscher: Nennen Sie mir mal islamische Länder, in denen wir katholische oder evangelische Kirchen finden.
Wolfgang Büscher: Das gibt es nicht. Wir in unserem Land, klar, wir sind eine Demokratie.
Wolfgang Büscher: Gestatten auch, dass hier viele Moscheen gebaut werden.
Wolfgang Büscher: Aber es gibt auch kein islamisches Land, in dem wir eine Demokratie haben.
Wolfgang Büscher: Die Türkei war mal eine solche, aber das ändert sich im Moment ja auch.
Wolfgang Büscher: Das heißt, hier kommt schon eine große Gefahr auf uns zu.
Wolfgang Büscher: So sehe ich das. Und ich habe mir gesagt, ich bin jetzt alt genug,
Wolfgang Büscher: dass ich die Dinge beim Namen nennen kann, dass ich Klartext sprechen kann.
Wolfgang Büscher: Wir kümmern uns um jeden Jugendlichen. Ich mache das auch persönlich.
Wolfgang Büscher: Ich rede und spreche mit ihnen.
Wolfgang Büscher: Aber ich sage hier auch ganz deutlich, wer seinen eigenen Glauben so militant
Wolfgang Büscher: weiterleben will, wie er das in Syrien.
Wolfgang Büscher: In den Palästinenser-Gebieten, in Lemberton, wo auch immer, gemacht hat,
Wolfgang Büscher: dann hat er in diesem Land nichts verloren.
Wolfgang Büscher: Hier muss man sich an unsere westlichen Werte halten, an unsere demokratischen
Wolfgang Büscher: Werte halten, auch an unsere christlichen Werte halten.
Wolfgang Büscher: Und wenn der, ich sage das mal locker, darauf keinen Bock hat,
Wolfgang Büscher: dann hat er bei uns nichts verloren.
Wolfgang Büscher: Und was ich eben auch noch erlebe, sind auch, dass viele der jungen Mädchen,
Wolfgang Büscher: die als Kinder zu uns kommen, als Jugendliche nicht mehr da sind,
Wolfgang Büscher: weil sie zu Hause bleiben müssen.
Wolfgang Büscher: Und in jeder Familie ist die Angst bei Mädchen, dass sie später mit irgendeinem
Wolfgang Büscher: alten Verwandten in Syrien oder wo auch immer zwangsverheiratet werden.
Wolfgang Büscher: Das heißt, wir haben uns hier eine Struktur geschaffen.
Wolfgang Büscher: Die in meinen Augen sehr gefährlich sind und wir müssen auch als Christen,
Wolfgang Büscher: sage ich heute, Ellenbogen zeigen und deutlich machen,
Wolfgang Büscher: dass hier nach unseren Spielregeln auch gespielt wird.
Nicolai Franz: Wenn Sie mal in Ihre Gruppen schauen in der Arche und es mal so über den Daumen
Nicolai Franz: peilen würden, welche oder wie hoch ist der Anteil von denen,
Nicolai Franz: die so drauf sind, wie Sie das beschreiben?
Nicolai Franz: Also die wirklichen Problemen, aus Familien haben die wirklich ein großes Problem
Nicolai Franz: mit unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung haben, die sich nicht an,
Nicolai Franz: die Werte des Grundgesetzes halten, wo es Gleichberechtigung ein Fremdwort ist und so weiter.
Nicolai Franz: Wie würden Sie das beziffern? Also sind das die Hälfte, 10 Prozent, 80 Prozent.
Nicolai Franz: Verlässliche Zahlen gibt es dazu natürlich nicht, aber aus Ihrer täglichen Erfahrung.
Wolfgang Büscher: Also wir haben ja zuerst einmal in Berlin etwa 60 Prozent Migrationskinder.
Wolfgang Büscher: Davon sind große Teile eben in den unterschiedlichen Berliner Archen.
Wolfgang Büscher: Auch geflüchtete Jugendliche aus dem politischen Islam in Frankfurt,
Wolfgang Büscher: München, Hamburg und so weiter ist der Migrationsanteil über 90 Prozent.
Wolfgang Büscher: Darunter sehr viele arabisch Geflüchtete. Und ich habe mit den Jugendlichen,
Wolfgang Büscher: mit denen ich gesprochen habe, die sind alle militant-islamistisch.
Wolfgang Büscher: Das heißt, ja, so gut wie alle. Da trauen sich auch viele nicht.
Wolfgang Büscher: Klar, wir haben auch schon Gottesdienste gefeiert mit arabischen Jugendlichen
Wolfgang Büscher: in der einen oder anderen Arche und haben ihnen versucht, christliche Werte zu vermitteln.
Wolfgang Büscher: Sie haben auch Respekt davor. Also das, was sie am meisten verachten,
Wolfgang Büscher: sind tatsächliche ungläubige Menschen, die an nichts glauben.
Wolfgang Büscher: Insofern hat er schon Respekt hervorgerufen. Aber wenn sie dann wieder nach
Wolfgang Büscher: Hause gehen, dann sind sie wieder in einer militanten Familie.
Wolfgang Büscher: Und die Mütter lernen kein Deutsch oft. Auch hier helfen wir,
Wolfgang Büscher: auch das muss man sich mal vorstellen.
Wolfgang Büscher: Viele Mütter bekommen keine Kita-Plätze oder Eltern bekommen keine Kita-Plätze,
Wolfgang Büscher: wenn sie die deutsche Sprache nicht beherrschen, weil die Kitas damit nicht klarkommen.
Wolfgang Büscher: Und dann kommen sie zu uns in die Arche und fragen, ob wir ihnen Deutsch vermitteln können.
Wolfgang Büscher: Wir haben viele Lehrerinnen und Lehrer eingestellt, um sozusagen überwiegend,
Wolfgang Büscher: da sind 99 Prozent Frauen, die deutsche Sprache als Zweitsprache zu vermitteln.
Wolfgang Büscher: Wir leisten hier alles und wenn ich so krass spreche, sind unsere Pädagoginnen und Pädagogen manchmal,
Wolfgang Büscher: sauer, aber ich habe gemerkt, dass wirklich die militanten Moslems ausnahmslos.
Wolfgang Büscher: Dem politischen Islam zugehörig sind.
Wolfgang Büscher: Ich bin schon sehr vorsichtig. Ich war kürzlich am Prenzlauer Berg in Berlin,
Wolfgang Büscher: das ist eigentlich ein internationales Viertel, wo sehr viele Menschen aus der ganzen Welt leben.
Wolfgang Büscher: An einem Markt stand und wollte mir eine Falafel kaufen und da sagte der Verkäufer, sie bediene ich nicht.
Wolfgang Büscher: Er hatte mich irgendwo in den Medien gesehen. Durch Neukölln laufe ich nicht mehr.
Wolfgang Büscher: Viele, Ahmed Mansour, der sehr in Israel geboren, der sehr kritisch sich über
Wolfgang Büscher: den Islam äußert, wird mit dem Tode bedroht und hat ständig vier Polizeibeamte um sich.
Wolfgang Büscher: Manuel Ostermann, der Chef der Gewerkschaft, der Bundespolizei, ihm geht es genauso.
Wolfgang Büscher: So und der ehemalige grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck,
Wolfgang Büscher: der Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft ist, ist kürzlich mit
Wolfgang Büscher: einem Kamerateam durch Neukölln gelaufen, wurde bestückt, gepöbelt und so weiter.
Wolfgang Büscher: Hier haben wir schon mit einer brutalen Community zu tun und dagegen muss man sich wehren.
Nicolai Franz: Und wenn man sie so reden hört, dann könnte man meinen, okay,
Nicolai Franz: wenn es eine politische Kraft gibt, die das genauso unterzeichnen würde,
Nicolai Franz: dann wäre es wahrscheinlich die AfD.
Nicolai Franz: Gleichzeitig arbeiten sie ja jeden Tag auch mit Kindern, die einen ausländischen
Nicolai Franz: Hintergrund haben, die geflüchtet sind und machen das aus Nächstenliebe,
Nicolai Franz: weil sie den Menschen helfen wollen, egal wo sie herkommen.
Nicolai Franz: Wo würden sie da den Unterschied sehen und wie sind auch ihre Erfahrungen damit,
Nicolai Franz: wenn sie, ich sag mal, Applaus von der AfD bekommen?
Wolfgang Büscher: Ich sage immer, die meisten der AfD-Mitglieder gehen morgens auch unter die
Wolfgang Büscher: Dusche, das mache ich auch. Also da haben wir schon mal was Gemeinsames.
Wolfgang Büscher: Aber ansonsten habe ich mit der AfD nichts zu tun.
Wolfgang Büscher: Ich selber bin sehr traurig, dass sich die politischen Ränder so stark oder
Wolfgang Büscher: so verstärken von links und rechts.
Wolfgang Büscher: Ich wäre sehr glücklich über, sag ich mal, sogenannte normale Parteien aus dem
Wolfgang Büscher: Bildungsbürgertum, wenn es zumindest eine gefestigte CDU gäbe,
Wolfgang Büscher: eine SPD, eine FDP, die Grünen.
Wolfgang Büscher: Aber hier habe ich erlebt, dass es zahlreiche schwache Politikerinnen und Politiker,
Wolfgang Büscher: aus diesen Parteien gibt.
Wolfgang Büscher: Und wenn ich merke, dass ein SPD-Vorsitzender Klingbeil heute mit 12 Prozent glücklich ist,
Wolfgang Büscher: dass die CDU nicht war auf einer Wahlkampfparty mit Bernd Sigelgoh von der CDU,
Wolfgang Büscher: da waren auch die Spitzenpolitiker der CDU dabei und die haben gejubelt,
Wolfgang Büscher: dass die erste Umfrage bei 20 Prozent lag.
Wolfgang Büscher: Also das verstehe ich alles nicht mehr. Klar, ich habe Angst vor einer starken,
Wolfgang Büscher: AfD, ich erlebe eine zweigleisige AfD, da gibt es einen sehr starken völkischen
Wolfgang Büscher: Bereich, einen sehr starken rechten Bereich, der auch christenfeindlich ist,
Wolfgang Büscher: judenfeindlich ist und dann gibt es sogenannte Normale, die aus Enttäuschung
Wolfgang Büscher: die Partei gewechselt haben.
Wolfgang Büscher: Wenn ich viele Mütter sehe in den Archen, deutsche Mütter, die sind enttäuscht,
Wolfgang Büscher: die sind an den Stadtrand gedrängt worden, sie wohnen in zu kleinen Wohnungen,
Wolfgang Büscher: ihre Kinder gehen auf schlechte Schulen mit einem Migrationsanteil von 90 Prozent,
Wolfgang Büscher: es gibt keine Kitas, die ganze Infrastruktur stimmt nicht.
Wolfgang Büscher: Diese Menschen sind von unserem System vergessen und sie wehren sich,
Wolfgang Büscher: indem sie zumeist AfD wählen.
Wolfgang Büscher: In diesen fünf Stadtbezirken in Berlin, Marzahn und Hellersdorf,
Wolfgang Büscher: wo auch der Arche Gründer Bernd Siegelko für die CDU kandidiert hat, gingen vier Bezirke.
Wolfgang Büscher: An die AfD und eine an die CDU.
Wolfgang Büscher: Das heißt wir müssen versuchen alle menschen mitzunehmen ich habe zum beispiel
Wolfgang Büscher: auch etwas gelernt ich würde mich mal als liberal konservativ bezeichnet ich
Wolfgang Büscher: gebe auch zu ich war früher ein fdp wähler hat aber hier überhaupt nichts.
Wolfgang Büscher: Damit zu tun wir brauchen wieder starke parteien,
Wolfgang Büscher: in der mitte der gesellschaft das ist ein ganz entscheidender punkt und wenn
Wolfgang Büscher: wir dahin nicht zurückkommen und da sehe ich schwarz, dann werden wirklich die Ränder immer stärker.
Wolfgang Büscher: Und wir müssen alle Menschen versuchen, in die Mitte zu holen.
Wolfgang Büscher: Wir alle, egal wer wir sind, wir gehören in die Mitte der Gesellschaft.
Wolfgang Büscher: Und wenn, und das habe ich immer wieder auch in Interviews gesagt,
Wolfgang Büscher: in Deutschland haben 10% der Menschen 65% des Geldes.
Wolfgang Büscher: Und das steigt sehr stark an. Also werden in ein, zwei Jahren werden 10 Prozent
Wolfgang Büscher: der 70 Prozent des Geldes so funktionieren.
Wolfgang Büscher: Ein System nicht. So kann ein System nicht funktionieren.
Wolfgang Büscher: Und wir müssen versuchen, alle Menschen mit in die Spur zu nehmen.
Wolfgang Büscher: Ganz egal, wer die bei uns leben und geflüchtet sind oder wer auch immer.
Wolfgang Büscher: Aber ich kann nur davor warnen, wenn wir dieses Projekt, was die Linkspartei
Wolfgang Büscher: mit uns vorhat, dass jeder kommen kann, dass jeder per Mausklick Deutscher werden
Wolfgang Büscher: kann, dass man die Deutschsprache nicht mehr lernen muss.
Wolfgang Büscher: Wir haben in einer Arche in Berlin-Hennersdorf viele arabische Kinder verloren,
Wolfgang Büscher: weil wir verlangt haben, dass sie in der Arche Deutsch sprechen wollen.
Wolfgang Büscher: Sie sind in eine städtische Einrichtung gegangen, da können sie weiter unter
Wolfgang Büscher: sich sein, sind auch nicht mit Deutsch zusammen, können Arabisch sprechen.
Wolfgang Büscher: Da herrscht überhaupt kein Interesse an Integration und das halte ich für falsch.
Wolfgang Büscher: Das spaltet unsere Gesellschaft.
Wolfgang Büscher: Da gibt es einmal die Armen, die sozial Benachteiligten, dann gibt es die Linken,
Wolfgang Büscher: die ganz Rechten, dann gibt es den Wohlstand, den Mittelstand,
Wolfgang Büscher: das Bildungsbürgertum.
Wolfgang Büscher: All das ist falsch. Wir gehören alle in die Mitte der Gesellschaft und in Berlin
Wolfgang Büscher: zeigt sich ja ein riesiger Fehler.
Wolfgang Büscher: Alle arabischen Menschen haben sich oder ein Großteil der arabischen Menschen
Wolfgang Büscher: haben sich in Neukölln versammelt und dort sind die Truppen wirklich sehr.
Wolfgang Büscher: Militant zu den geplanten Demonstrationen in Berlin. Man muss einfach mal sehen, wie das kommt.
Wolfgang Büscher: Wir haben ja viele militante Gruppen aufgerufen, jüdische Einrichtungen zu zerstören
Wolfgang Büscher: und Luxusgeschäfte zu plündern.
Wolfgang Büscher: Das hört sich in meinen Augen schlimm an.
Wolfgang Büscher: Und wenn wir meinen, dass die Mitglieder der Linkspartei fortschrittliche Menschen
Wolfgang Büscher: sind, dann täuscht man sich. In meinen Augen sind das Reaktionäre,
Wolfgang Büscher: die sich auch nicht mal groß unterscheiden von der AfD.
Nicolai Franz: Wenn wir einmal zurückkommen auf Elif Eralb, um die es ja auch heute ganz stark ging in den Medien,
Nicolai Franz: die hat ja geoffenbart, dass sie wirklich Angst hat und zwar auch ihre Familie
Nicolai Franz: um Leib und Leben, weil sie Sorge hat, wenn sie einzelne Menschen,
Nicolai Franz: in dem Fall einen Islamisten oder beziehungsweise keinen Islamisten, sondern einen,
Nicolai Franz: Pro-Palästina-Aktivisten, der,
Nicolai Franz: eben problematische Ansichten hat und auch mit schwierigen Dingen in Verbindung gebracht wird.
Nicolai Franz: Und da wollte sie sich nicht trauen, das öffentlich sich von ihm zu distanzieren,
Nicolai Franz: weil sie eben Angst hat vor den Konsequenzen.
Nicolai Franz: Wenn Sie sowas lesen, das ist ja nicht zur Veröffentlichung bestimmt gewesen.
Nicolai Franz: Der Spiegel hat sich dazu entschieden, das zu veröffentlichen trotzdem,
Nicolai Franz: obwohl es ja eigentlich die Sicherheitslage für Frau Eral gefährdet.
Nicolai Franz: Und weil eben das öffentliche Interesse aus Sicht des Spiegels in dem Fall überwiegt.
Nicolai Franz: Und deswegen ist das dem eben veröffentlicht worden, obwohl das eigentlich ein
Nicolai Franz: Versehen war und das war gar nicht für die Öffentlichkeit bestimmt.
Nicolai Franz: Das heißt, wenn man sich jetzt in die Frau Eralb reinversetzt,
Nicolai Franz: dann wird sie wahrscheinlich, ja, ihr wird es wahrscheinlich gerade nicht besonders
Nicolai Franz: gut gehen und sie wird wahrscheinlich gerade darüber nachdenken,
Nicolai Franz: wie das jetzt alles so wird. Wenn Sie das so, hören Sie auch als Mitmensch,
Nicolai Franz: haben Sie da auch Mitleid mit ihr?
Wolfgang Büscher: Ja, wenn ich jetzt an meine christliche Seite denke, Klar, dann bin ich schon
Wolfgang Büscher: sehr, sehr vorsichtig. Aber man muss auch mal deutlich sagen,
Wolfgang Büscher: Sie hatten auch vor einiger Zeit die Abschaffung der Polizei gefordert.
Wolfgang Büscher: Sie hat in Ihrer Partei Klen-Mitglieder geduldet.
Wolfgang Büscher: Sie hat in ihrer Partei Antisemitismus geduldet und jetzt muss sie einen Spagat
Wolfgang Büscher: schaffen. Sie schafft es nur zu regieren.
Nicolai Franz: Sie hat, glaube ich, Menschen geduldet, die Verbindung zu Clan-Mitgliedern hatten.
Nicolai Franz: Ich glaube, es war jetzt kein Clan-Mitglied. Aber es ist ja.
Wolfgang Büscher: Also Sie wussten, der, wenn ich an den Bundestagsabgeordneten aus Neukölln denke,
Wolfgang Büscher: der, wie es sich ja jetzt herauszeichnet, der enge Kontakte zum Remo-Clan hat.
Wolfgang Büscher: Auch wir als Arche mussten schon Clan-Kontakte in Kauf nehmen.
Wolfgang Büscher: Ein bekanntes Clan-Mitglied hat Arche Jugendliche zu seinem runden Geburtstag
Wolfgang Büscher: eingeladen, hat ihnen was zu essen spendiert und zu trinken,
Wolfgang Büscher: hat Selfies mit ihnen machen lassen und hat gesagt.
Wolfgang Büscher: Wenn die anderen euch nicht wollen, dann seid ihr in meiner Familie herzlich willkommen.
Wolfgang Büscher: Das waren Arche Jugendliche? Ja, natürlich. Und die Archen waren an dem Tag
Wolfgang Büscher: leer, weil die Jugendlichen alle auf der Party waren.
Wolfgang Büscher: Und unsere Pädagogen haben die Fotos auch mit dem Clan-Chef gesehen.
Wolfgang Büscher: Glauben Sie mir, die Frau lebt in Berlin und zwar schon immer.
Wolfgang Büscher: Und ich lebe jetzt 25 Jahre in dieser Stadt und weiß, wie gefährlich die Familie
Wolfgang Büscher: ist, die Clan-Familien sind. Ich weiß, wie eng Kontakte auch mit der Linkspartei
Wolfgang Büscher: sind, gerade im Bezirk Neukölln.
Wolfgang Büscher: Also es gibt keinen Neuköllner linken Politiker, der nicht zu militanten arabischen Menschen Kontakt hat.
Wolfgang Büscher: Sie hat Antisemitismus zugelassen und jetzt muss sie den Spagat schaffen.
Wolfgang Büscher: Sie kann nur regieren, wenn sie die SPD und die Grüne holt und hier muss sie
Wolfgang Büscher: ihnen Brocken zuwerfen und das ist ein Spagat, der wehtut.
Wolfgang Büscher: Ich hatte das am Anfang schon gesagt, ich persönlich glaube jetzt, dass.
Wolfgang Büscher: Wirklich, sie hat so etwas wie einen Teufel gerufen, den wird sie nicht los,
Wolfgang Büscher: aber es kann doch nicht sein, dass sie vor sechs Wochen noch gesagt hat,
Wolfgang Büscher: weg mit der Polizei, sie hat Polizeibehalten beschimpft.
Wolfgang Büscher: Die Vorsitzende der Linken hat jetzt noch in einem Interview gesagt und aufgerufen,
Wolfgang Büscher: dass junge Menschen, die von der Polizei und den Medien bedroht werden,
Wolfgang Büscher: sich an die Linkspartei wenden sollen.
Wolfgang Büscher: Das sind ja alles fürchterliche Aussagen, als ob Medien und die Polizei Jugendliche
Wolfgang Büscher: bedrohen. Auch nicht, wenn sie demonstrieren, denn wir sind eine Demokratie
Wolfgang Büscher: und haben ein Demonstrationsrecht.
Wolfgang Büscher: Sie weiß, mit wem sie da kooperiert. Sie weiß, wen sie gerufen hat.
Wolfgang Büscher: Sie weiß, wie es in Neukölln zugeht. Und jetzt hat sie natürlich Angst,
Wolfgang Büscher: weil die Clan-Mitglieder bestimmte Dinge wohl auch einfordern und die kann sie nicht erfüllen.
Wolfgang Büscher: Und klar, das ist ein Spagat. Sie wird jetzt mit Angst leben müssen.
Wolfgang Büscher: Sie wird wahrscheinlich intensiv bewacht werden, wie viele andere Menschen auch,
Wolfgang Büscher: die sich mit den Clans angelegt haben.
Wolfgang Büscher: Also ich halte das persönlich schon gefährlich, wenn man so eng mit großen,
Wolfgang Büscher: unterschiedlichen kriminellen Organisationen verbunden ist.
Nicolai Franz: Vielleicht zum Schluss noch die Frage, was erwarten Sie jetzt für die kommende
Nicolai Franz: Zeit? Glauben Sie, dass es dann zu einer rot-rot-grünen Koalition in Berlin
Nicolai Franz: kommen wird oder ist es mit dem heutigen Tag unwahrscheinlich geworden?
Wolfgang Büscher: Nein, ich kann mir schon vorstellen, dass das funktioniert. Ich habe gerade
Wolfgang Büscher: noch von der Vorsitzenden der Berliner Grünen, mit der ich,
Wolfgang Büscher: im Social-Media-Bereich verbunden bin, die hat nochmal absolut gefordert und
Wolfgang Büscher: hat gesagt, ich will und wir wollen unbedingt und nur mit den Linken und ganz egal, was passiert.
Wolfgang Büscher: Ich habe immer wieder kommentiert, was sagen Sie denn zum Antisemitismus auch
Wolfgang Büscher: in Ihrem extremen linkeren Bereich und keiner, sie hat nicht reagiert,
Wolfgang Büscher: sie hat nicht darauf geantwortet und,
Wolfgang Büscher: der SPD-Vorsitzende ist gestern oder der ist bei Markus Lanz demontiert worden,
Wolfgang Büscher: weil er sich in Widersprüche verstrickt hat.
Wolfgang Büscher: Ich persönlich glaube daran, dass
Wolfgang Büscher: es diese Koalition gibt. Eine mögliche Koalition mit der CDU hätte nur.
Wolfgang Büscher: Wenige Stimmen. Und in meinen Augen ist der Herr Ebers nicht gerade eine charismatische
Wolfgang Büscher: und starke Persönlichkeit.
Wolfgang Büscher: Ich habe die CDU-Politiker eben durch die Kandidatur von Bernd Siegelko sehr
Wolfgang Büscher: nah beobachten können und ich bin mir auch mit Bernd Siegelko einig,
Wolfgang Büscher: dass es in der Partei viele große Fehler gegeben hat.
Wolfgang Büscher: Klar kann man dann sagen, da ist mal jemand anders dran.
Wolfgang Büscher: Okay, aber wenn ich mir sage, dass eine linke Partei die Wahl gewollt hat,
Wolfgang Büscher: ist das ja okay, wenn die Leute links wollen, sollen sie links bekommen.
Wolfgang Büscher: Wovor ich nur Angst habe, sind diese Hirngespinste, Abschaffung der Polizei.
Wolfgang Büscher: Anerkennung aller Geflüchteten, kein Erlernen der deutschen Sprache.
Wolfgang Büscher: Wenn sie die SPD und die Grünen nicht hätten, dann könnte man jederzeit,
Wolfgang Büscher: sobald man geflüchtet ist, per Mausklick Deutscher werden. Man braucht die Sprache nicht zu lernen.
Wolfgang Büscher: Man kann nach 24 Stunden Deutscher werden.
Wolfgang Büscher: Es gab erst mit der Grünen und der SPD diese Absprache nach fünf Jahren.
Wolfgang Büscher: Also ich persönlich glaube, dass es zu einem roten Bündnis kommen wird.
Wolfgang Büscher: Es wird keine große Alternative geben. Jetzt hängt es davon ab,
Wolfgang Büscher: wie die Fraktion sich zusammensetzt der Linkspartei.
Wolfgang Büscher: Es wird für Frau Erhard, glaube ich, ein wahnsinnig schwieriger Spagat,
Wolfgang Büscher: den sie jetzt leisten muss, wovor ich wirklich Angst habe.
Wolfgang Büscher: Und ein großer Teil der Berliner Linkspartei ist ultralinks und ultra antisemitisch.
Wolfgang Büscher: Und bestimmte Teile der Grünen und Sozialdemokraten auch. Ich habe Vorträge
Wolfgang Büscher: bei den Berliner Jungsozialisten gehalten.
Wolfgang Büscher: Und habe viele Politiker aus diesen Parteien getroffen.
Wolfgang Büscher: Und mir hat eine ehemals linke Sozialsenatorin gesagt, Herr Mischer,
Wolfgang Büscher: Sie sind eine christliche Einrichtung. Wir könnten Ihnen auch die Gemeinnützigkeit
Wolfgang Büscher: entziehen. Dann sind Sie weg vom Fenster.
Wolfgang Büscher: Den Kindern, die Kinder, die zu uns kommen, war der Dame vollkommen egal.
Wolfgang Büscher: Ihr ging es nur, eine christliche Organisation Schaden zuzufügen.
Wolfgang Büscher: Und ich glaube, wenn es einen wirklich großen Linksruck gibt,
Wolfgang Büscher: und das können wir, wenn es ihn geben sollte, in Berlin beobachten,
Wolfgang Büscher: dann werden wir merken, was uns beim Bund drohen würde.
Wolfgang Büscher: Also ich gehe davon aus, in einem linken Spektrum würden Christenprobleme bekommen,
Wolfgang Büscher: konservative Probleme bekommen, die Polizei Probleme bekommen.
Wolfgang Büscher: Aber es ist doch ein Witz, ich kann das nur immer wieder betonen,
Wolfgang Büscher: dass Frau Ehrath die Polizei abschaffen wollte, die sie jetzt braucht zum Personenschutz.
Wolfgang Büscher: Wie kann das passen? Ich verstehe das alles gar nicht mehr. Und das ist für
Wolfgang Büscher: mich eben auch das Seltsame.
Wolfgang Büscher: Aber es gibt leider keine starke CDU. Wenn es hier noch einen jungen Richard
Wolfgang Büscher: von Weizsäcker wäre, dann hätte es eine Alternative gegeben.
Wolfgang Büscher: Aber die sehe ich bei dieser CDU nicht.
Nicolai Franz: Wolfgang Büscher, vielen Dank für diese Einsichten, auch wenn sie ziemlich alarmierend
Nicolai Franz: sind, aber wir haben ja auch im Vorgespräch gesagt, Ihnen geht es auch darum,
Nicolai Franz: die Dinge auszusprechen, auch wenn
Nicolai Franz: Leute das kritisch sehen, aber das sind nun mal Ihre Erfahrungen,
Nicolai Franz: so wie Sie die Welt erleben im echten Alltag und eben nicht einfach nur im Netz oder so.
Nicolai Franz: Danke für Ihre Zeit und ja, bis zum nächsten Mal.
Wolfgang Büscher: Ich danke auch, bis zum nächsten Mal.
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